Zurück auf Feld 1

Stellungsnahme des Dachverbandes 1879 zur aktuellen Diskussion rund um das Spiel FC St. Gallen – Servette FC und die darauf, von der Stadtpolizei, verhängten Massnahmen.

 

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Junge Wilde stürmen mit St. Gallen und greifen nach den Sternen. Trotzdem sind die Fussballfans in der Ostschweiz nicht glücklich. Zum einen wegen Teilen des Espenblocks, zum anderen wegen der Vereinsführung, die nach Ansicht der Fanszene, die beschlossenen Massnahmen zumindest medial öffentlich befeuert hat.

Aufgrund des Pyroeinsatzes am Heimspiel gegen Servette Genf erliess die Stadtpolizei St. Gallen auf Grundlage der Lex Arena Auflagen fürs Heimspiel gegen den FC Thun.

Wir als Dachverband waren und sind in der Pyrofrage neutral eingestellt, können jedoch die Einschätzung des Vereines und der Polizei, dass am Spiel gegen Servette Genf die Menge an Pyrotechnik das ertragbare Level deutlich überschritten hat, nachvollziehen. Auch der aktive Teil der Fanszene fand dazu selbstkritische Töne, der Espenblock schreibt im Flyer dazu:

 

Selbstkritisch müssen wir sagen, dass vergangenen Samstag übers Ziel respektive das richtige Mass hinausgeschossen wurde.“ (Flyer Espenblock, 28.09.2019)

 

Die von der Stadtpolizei verhängten Massnahmen für das Thun Spiel stellen aus unserer Sicht eine Kollektivstrafe dar. Der Dachverband wird sich jederzeit gegen Kollektivstrafen aussprechen, da sie nicht zielführend sind und den Dialog zwischen den Parteien verunmöglichen. Die aktive Szene hat sich am Samstag an die Auflagen gehalten. Aus diesem Grund fordern wir von der Stadtpolizei die Massnahme für die weiteren Spiele aufzuheben.

Zusätzlich fordern wir die Stadtpolizei auf, in Zukunft auf Kollektivstrafen zu verzichten. Vom FC St. Gallen fordern wir, sich jederzeit gegen Kollektivstrafen auszusprechen und entsprechende Massnahmen konsequent abzulehnen. Nur so wird es uns gemeinsam im Dialog möglich sein, Ereignisse und Probleme im Interesse aller Beteiligten angehen zu können.

Wir stehen nun wieder auf Feld 1. Der Dialog mit dem Verein und die Arbeit dahinter soll in den nächsten Tagen intensiviert werden. Wir hoffen, dass wir gemeinsam mit dem FC St. Gallen bald mit den erfreulichen Resultaten der ersten Mannschaft mithalten können.

Dachverband 1879